Wusstest du schon ...? Die Bedeutungen von Obligo

Obligo bedeutet entweder Verbindlichkeiten oder Haftung/Gewährleistung.

Wusstest du schon ...? Raiffeisen-Serie rund ums Geld

Persönliches Obligo

Spricht man vom Obligo eines Bankkunden, ist damit die Summe aller Verbindlichkeiten gemeint. Hast du beispielsweise bei einem Kreditinstitut deinen Überziehungsrahmen von 5.000 Euro ausgenutzt und zusätzlich einen Kredit, bei dem noch 8.000 Euro offen sind, beträgt dein Obligo bei dieser Bank 13.000 Euro.

Die Verwendung im Zahlungsverkehr

Seit Ende der 1990er-Jahre das Wechselgeschäft nahezu verschwunden ist, wo Obligi von Bedeutung waren, kommt heute im Bankwesen nur noch das Lastschriftobligo im Zahlungsverkehr zum Einsatz. Dabei schreibt die Bank einem Zahlungsempfänger Beträge mit dem Vermerk "Eingang vorbehalten" gut. Sie trägt somit das Risiko, dass der Zahlungsempfänger schon darüber verfügt und er selbst oder der Zahlungspflichtige sie nicht (mehr) zurück- bzw. bezahlen kann (z.B. bei einem Insolvenzfall).

Abseits der Bankenbranche

In der Wirtschaft findet das Bestellobligo Verwendung. Darunter versteht man die Gesamtsumme aller Zahlungsverpflichtungen der in Bestellung befindlichen Waren und Güter. Eine Rechnung ist solange ein Obligo, bis die dazugehörige Waren bzw. Güter geliefert und verbucht sind.
 

Wissensreich:

Ist auf einem Dokument der Hinweis "ohne Obligo" (österreichisch auch "außer Obligo") vermerkt, ist eine Haftung/Gewährleistung ausgeschlossen, sofern dies gesetzlich möglich ist.

 

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